Aktuelles > Erneuerbare Energien

Erneuerbare Energien

Wind

Auch Wind stellt eine erneuerbare Energiequelle dar. Dabei wird die Energie bewegter Luftmassen in der Atmosphäre, technisch genutzt. Schon früher wurde die Windenergie für Windmühlen und Segelschiffe genutzt. Heutzutage werden Windkraftanlagen zur Stromerzeugung genutzt und stellen eine treibende Kraft der Energiewende dar. Mit einem Anteil von 8 % macht die Windenergie fast die Hälfte des Erneuerbaren Stroms am Strommix in Deutschland aus. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Leistungsfähigkeit der Anlagen enorm gesteigert. Waren in den Neunzigerjahren Anlagen mit einer Leistung von 600 Kilowatt Standard, liegen die Spitzenanlagen von heute bei 7,5 Megawatt.

Gegenwärtig stehen die meisten Windenergieanlagen in den nord- und mitteldeutschen Bundesländern. Die Spitzenreiter sind dabei Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Doch aktuelle technologische wie auch politische Entwicklungen sorgen dafür, dass die Windenergie an Land auch zunehmend in Süddeutschland an Bedeutung gewinnt.

Sonne

Die Sonne hat viel Energie, die uns /fast) kostenlos zur Verfügung steht. Mithilfe von Photovoltaikanlagen (PV) können Sonnenstrahlen in elektrische Energie umgewandelt werden. Sehr naheliegend ist, dass man mit Sonnenenergie Wärme erzeugen kann. So werden Solaranlagen dazu genutzt, Häuser zu beheizen und Wasser zu erwärmen. Wenn das vorhandene Potenzial genutzt werden würde, könnten die CO2-Emissionen um bis zu 80 % vermindert werden. Sinnvoll ist die Kombination der Wärmegewinnung aus Sonnenkraft mit Wärmenetzen, Wärmespeichern und anderen KWK-gespeisten Wärmeerzeugern.

Anlagen, die das Wasser erwärmen, finden sich häufig in Deutschland. Allerdings gibt es nur sehr wenige Anlagen, die auch die Heizung unterstützen. Ebenso selten begegnet man der Nutzung solarer Energie zur Klimatisierung. Seit 2009 ist das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz in Kraft. Für Neubauten besteht damit eine Nutzungspflicht für erneuerbare Energien in der Wärmeversorgung. Diese kann auch mit Wärme aus Sonnenenergie erfüllt werden. Kleine und große Solarwärmeanlagen werden durch das Marktanreizprogramm gefördert.

Biomasse

Als Bioenergie wird die aus Biomasse gewonnene Energie bezeichnet. Hierbei können Wärme, elektrische Energie oder Kraftstoff für Verbrennungsmotoren entstehen. Dabei können sowohl verschiedene Technologien als auch unterschiedliche nachwachsende Rohstoffe verwendet werden. Holz als Rohstoff hat bisher den höchsten Anteil. Doch auch organische Reststoffe und landwirtschaftliche Produkte gewinnen an Bedeutung.Rund um das Thema Bioenergie gibt es ethische und kulturelle Debatten. Teilweise stellt die Erzeugung bestimmter Bioenergien eine Flächenkonkurrenz zur Nahrungsmittelerzeugung dar. Ebenso kann die Natur, z.B. durch Monokulturen, beschädigt werden. Die Verwendung von Rohstoffen, die sonst als Nahrungsmittel dienen, wie Weizen, wirft ethische Fragen auf. Die Biomasse muss zunächst in verschiedenen aufwendigen Schritten aufbereitet werden, außer Holz, das auch sofort verwendet werden kann.

Seit dem das Erneuerbare Energien Gesetzt im Jahr 2000 in Kraft getreten ist, hat sich die Stromerzeugung aus Biomasse verzehnfacht. Im Jahr 2015 wurden knapp 8 % des Bruttostromverbrauchs durch die Bioenergie gestellt. Die Stromerzeugung aus Biomasse stieg von 44,6 Mrd. kWh im Jahr 2012 auf 50 Mrd. kWh im Jahr 2015. Bei der Erzeugung von Strom fällt Abwärme an, die sinnvollerweise genutzt werden sollte. Somit erhöht sich der Wirkungsgrad der Anlage zusätzlich. Idealerweise wird Biomasse - ob fest, flüssig oder gasförmig - daher in Kraft-Wärme-Koppelung genutzt. Die Wärme speist dabei z.B. ein Nahwärmenetz und kann ganze Wohngebiete, Gebäudekomplexe oder industrielle Anlagen mit Wärme versorgen.

Wasser

Ebenso wie die Windenergie, wurde auch die Wasserkraft schon in der Vergangenheit zum Antrieb von u.a. Mühlen genutzt. Heutzutage dient Wasserkraft vor allem der elektrischen Stromerzeugung. Dabei wird die kinetische und potenzielle Energie einer Wasserströmung über ein Turbinenrad in mechanische Rotationsenergie umgewandelt, die zum Antrieb von Maschinen oder Generatoren genutzt werden kann. Die Technologie der Wasserkraft ist mittlerweile sehr ausgereift und diese wird weltweit viel genutzt. Potenziale der Wasserkraft liegen im Ersatz, in der Modernisierung und Reaktivierung vorhandener Anlagen sowie im Neubau an bestehenden Querbauwerken. Bei Wasserwerken wird zwischen kleinen (kleiner 1 MW) und großen Anlagen (größer 1 MW) unterschieden.

In Deutschland sind 20% der Wasserkraftanlagen Speicherkraftwerke und die restlichen 80% Laufwasserkraftwerke. Das hohe Gefälle sowie die Speicherkapazität von Bergseen und Talsperren nutzen Speicherkraftwerke zur Stromgenerierung. Speicherkraftwerke können sowohl zur Deckung der elektrischen Grundlast als auch im Spitzenlastbetrieb eingesetzt werden. Die Strömung eines Flusses oder Kanals nutzen Laufwasserkraftwerke zur Stromerzeugung. Charakteristisch ist eine niedrige Fallhöhe bei relativ großer, oft jahreszeitlich mehr oder weniger stark schwankender Wassermenge. Aus wirtschaftlichen Gründen werden solche Anlagen oft in Verbindung mit Schleusen gebaut.

Öffnungszeiten

Tag Kontaktzeit
Mo. 7:30 -13:00 Uhr
Di. 13:00 -16:00 Uhr
Mi. 8:00 -12:00 Uhr
Do. 15:30 -18:30 Uhr
Fr. 8:00 -12:00 Uhr